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Der Hovawart ist ein mittelgrosser, lebhafter und
robuster, trotzdem sehr feinfühliger Hofhund, mit den Eigenschaften als Wächter
und Beschützer. Er ist langhaarig, es gibt ihn in den drei Farbschlägen blond,
schwarzmarken und schwarz. Der Hovawart wird heute als Familienhund gehalten,
er sucht den Anschluss an seine Bezugspersonen und gehört deshalb ins Haus und
nicht in einen Zwinger. Er ist kein Hund für Stubenhocker oder für Leute mit hundesportlich
übertriebenem Ehrgeiz. Außerdem ist er aufmerksam, wachsam, unerschrocken und
empfindsam. Fremde die ihm nicht geheuer sind, hält er sich mit vornehmer Distanz
vom Leib, bedrohlichen Situationen stellt er sich mutig und kompromisslos.
Der Hovawart ist ein spätreifer Hund, der erst mit drei Jahren körperlich vollständig
entwickelt und wesensmäßig gefestigt ist. Er ist sehr lernfreudig und leistungsbereit
und auch im Alter noch sehr vital. Die Lebenserwartung eines Hovawart beträgt
im Durchschnitt zwölf Jahre.
Als temperamentvoller, anpassungsfähiger und robuster Begleiter braucht
er täglich ausgiebig Bewegung und Beschäftigung mindestens täglich zwei Stunden
Auslauf und noch diverse Entsorgungsrunden. Er ist ein idealer Begleiter auf Wanderungen,
Joggen, Reiten, Radfahren und Langlaufen aber auch auf Bergtouren oder Reisen.
Kommt er sportlich auf seine Rechnung, so ist er ein angenehmer und ausgeglichener
Partner.Erziehung und Ausbildung sind in jedem Fall gleichzusetzen mit Zeit, Zuwendung,
Konsequenz und Einfühlungsvermögen. Dieser instinktsichere Hund braucht
eine ruhige und sichere Menschenhand. Der Hovawart wird sich selbst seiner wichtigsten
Bezugsperson nie vollständig unterordnen lassen. Der Wille eines Hovawarts lässt
sich nur schwer brechen. Wird ein Hovawart physisch und psychisch unter
Druck gesetzt, so wird er sich früher oder später gegen seinen Peiniger auflehnen.
Man braucht schon ein bißchen Einfühlungsvermögen, Diplomatie und hundpsychologisches
Geschick ihn zu erziehen. Tendenziell wird der erwachsene Hovawart ein dominanter
Hund, der weiss, wer er ist und was er will. Er gilt als kinderfreundlich, doch
wird kein Hovawart die Befehle eines Kindes ernst nehmen und läßt sich von ihm
auch nicht massregeln.
Da man in der Zucht größten Wert auf Gesundheit gelegt hat, sind keine
rassespezifischen Krankheiten bekannt. Auch die bei größeren Rassen gefürchtete
Hüftgelenksdysplasie konnte man mit vorbeugenden Massnahmen auf einer gesunden
Ebene halten. Man sollte ihn in jungen Jahren nicht überfordern und auch nicht
überfüttern. So wird er sich zu einem körperlich und geistig gesunden Hund entwickeln.
Die Fellpflege hält sich trotz des üppigen Haarkleides in Grenzen. Erziehung und
Ausbildung sind in jedem Fall gleichzusetzen mit Zeit, Zuwendung, Konsequenz und
Einfühlungsvermögen.
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